GENDER- & DIVERSITÄTS-WORKSHOPS

Zur Förderung und Gestaltung Ihrer Diversitätsprozesse biete ich Ihnen die folgenden Themen an

Personalauswahlprozesse diskriminierungsfrei gestalten

In Personalauswahlverfahren werden sowohl objektive Bewertungskriterien als auch nicht zu veröffentlichende Vorverständnisse zur Beurteilung der Qualität von Bewerber*innen wirksam. Die Interaktion findet in einem sozial gestalteten Raum statt, der selten eine „herrschaftsfreie“ Interaktion der Teilnehmenden ermöglicht. Höchst relevant für alle Beteiligten ist es, zu verstehen, welche expliziten und impliziten Kriterien in Entscheidungsprozessen einfließen.

Häufig tritt ein Diversity-Bias in Personalauswahlverfahren auf, in dem z.B. aufgrund einer Ähnlichkeit eine positivere Bewertung erfolgt als bei einer Unähnlichkeit der/des Bewerber*in. Darau kann ein Bias im bewerteten Verhalten oder der eingereichten Dokumente einhergehen. Die unintendierte Nebenfolge dieses Bias ist jedoch ein diskriminierendes Verhalten der Beteiligten, indem die personalen Potenziale der unähnlichen Bewerber*innen abgewertet und die Potenziale der ähnlichen Bewerber*innen überbewertet werden. Diese homosozialer Rekrutierung als Exklusion von minorisierten Personen grenzt den Kompetenzpool ein. Fehlende neue Sichtweisen begrenzen innovative Impulse und haben negative Auswirkungen auf Arbeitsergebnisse, Begrenzen Sichtweisen und verhindern neue Entscheidungen.
Voraussetzung für eine biasfreie Herangehensweise in Personalverfahren ist, sich sowohl auf fachliches Wissen zu beziehen, als auch die eigenen „blinden Flecke“ zu reflektiert, d.h. das eigene Erfahrungswissen zu hinterfragen. Dazu sind sowohl Kenntnisse einer vorurteilsfreien Potenzialbeurteilung, als auch Methoden der standardisierten Personalrekrutierung sinnvoll. Diese Prozesse zu initiieren, zu moderieren und zu reflektieren erfolgt in den verschiedenen Settings von Coachings, kollegialen Beratungen und im Reflecting Team.

Berufungsverfahren diskriminierungsfreier gestalten

In diesen Workshops werden sowohl die Empirie der Geschlechter(un)gerechtigkeit an Hochschulen, als auch die erklärenden Theorielagen zur Konstruktion von Geschlecht und des „doing gender while doing difference“ vermittelt. Diese sind sowohl in mikropolitischen Interaktionsprozessen der Kommissionen, als auch in strukturierenden Momenten der Personalauswahlprozesse (der homosozialen Rekrutierung) begründet. Ein vorurteilsfreier Auswahlprozess in Berufungsverfahren beachtet das Gebot der Neutralisierung durch standardisierte Verfahren und bezieht sich auf die individualisierte Betrachtung der Karrieren der Bewerber*innen. Diese Ambivalenz gilt es zu verstehen. Des Weiteren ist die Kenntnis der mikropolitischen Spiele und die Gestaltung ihrer Arenen eine wichtige Voraussetzung um kompetent in Berufungsverfahren agieren zu können.

Diversitätssensibilisierung für Teams

• Sensibilisieren und Erkennen der Potenziale eines diversen Teams.
• Verständnis für Diskriminierung und Privilegierung im Zusammenwirken von gesellschaftlichen, mikropolitischen und kommunikativen Prozessen.
• Reflexiver Umgang mit Vielfalt und Verschiedenheit, eigenen Vorannahmen und soziokulturellen Prägungen.
Als Hintergrundwissen werden die Entstehungsbedingungen, Einsatzfelder und Herausforderungen im Umgang mit Diversity und ggf. Diversitätsmanagement vermittelt. Auf der instrumentellen Ebene können die Gestaltung von heterogenen Teamprozessen Gegenstand des Workshops sein. Die Teilnehmenden werden für die Wirkung und für die Potenziale der Diversität sensibilisiert. Dies bezieht sich auf subjektive Vorstellungen, die sowohl mit der demografischen Diversität (Geschlecht, Alter, Hautfarbe, soziale Herkunft, sexuelle Orientierung, ethische/religiöse Orientierung), als auch mit der funktionalen Diversität der Fachlichkeit, Disziplin und Seniorität verbunden werden und die im Alltag die Interaktion und die sozialen Hierarchien prägen. Der Transfer in eine diversitätsgerechte Zusammenarbeit soll eine Umsetzung des im Workshop Erfahrenen ermöglichen. Dies bedeutet, sich der Ambivalenz latent wirksamer Stereotypisierungen bewusster zu werden und diese selbst und für die Teamzusammenarbeit zu reflektieren, um evtl. gewünschte Veränderungen einleiten zu können.

Rollenberatung für Diversity Change Agents und Führungskräfte (Workshops & Coaching)

In Ihrer (neuen) Rolle als Diversitätsbeauftragte sind Sie mit widersprüchlichen Anforderungen konfrontiert. Einerseits soll es Ihnen gelingen in einem großen System (der Hochschule, des Unternehmens, der Verwaltung) Diversität als innovativ und nützlich zu vertreten, andererseits gibt es Beharrungskräfte, die einen Veränderungsprozess sehr erschweren können. In diesen Workshops können Sie in einer Einzelberatung oder gemeinsam mit anderen Diversitätsbeauftragten Ihre Aufgaben, Ziele, Rollen(-konflikte) reflektieren. Ziel ist, eine realistische Einschätzung und Ressourcennutzung zu erlangen, um einen befriedigenden Changeprozess ausüben zu können.